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La Residence Franschhoek

GOOD TO GO: Wo Minimalismus ein Fremdwort ist

La Residence heißt nicht nur so, sie ist eine Residenz – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schon die Auffahrt zu diesem Anwesen gibt mir den Eindruck, auf einen fürstlichen Landsitz zu kommen. Dann ein kleiner Rosenstrauß und ein Glas Rotwein zur Begrüßung: Wow, wer könnte sich hier nicht willkommen fühlen! Als besondere Überraschung finde ich wenig später auch noch ein Foto, das zur Begrüßung von mir gemacht wurde auf dem Nachtisch in meiner Suite, mit dem Gruß „We are celebrating you“. Ja, man fühlt sich hier als Gast wirklich gefeiert. Prachtvolle Kronleuchter, ein barockes Prunkbett, wertvolle Teppiche und Kristallspiegel sowie ein herrschaftliches Badezimmer, groß wie ein Tanzsaal, machen meine Suite zum Luxusrefugium. Außerdem schaffen üppige Blumenarrangements, antike Möbel, handgefertigte Tapeten, mutig zusammengestellte Materialien und Farben sowie zahlreiche Kunstgegenstände und Gemälde in der Lounge und im Restaurant ein prachtvolles und dennoch relaxtes Ambiente, das vom ersten bis zum letzten Moment des Aufenthalts beeindruckt und überrascht.

Alles spiegelt die Handschrift der Besitzerin und Designerin Liz Biden wider, die es hier schafft, im barocken Überfluss ein familiäres Home away from Home zu schaffen. Wo immer ich hinschaue: Jeder Anblick gleicht in seiner Schönheit einem Gemälde. „Minimalismus ist nicht mein Ding“, sagt die Schöpferin dieses Hideaways in den Weinbergen. Und tatsächlich ist La Residence die Opulenz schlechthin – und dennoch ist es kein Showcase, sondern ein ebenso gemütliches wie komfortabel elegantes Haus mit nur 16 Suiten. Außerdem gehört seit Ende letzten Jahres das neu eröffnete, eher modern im frechen Farbmix gestaltete Franschhoek House mit eigenem Weinberg, Oliven-, Zitronen- und Orangenbäumen, Kräuter- und Gemüsegarten, den Miniatur Pferden Twist und Tango sowie sieben Springböcken im eigenen Gehege zu dem zwölf Hektar großen Anwesen. Vom Teehaus im Park schaue ich auf Jacarandabäume, die einst Stammgast Elton John gestiftet hat, beobachte die Störche auf dem Dach und wilde Pfaue, die zutraulich über den Rasen stolzieren. Das Gefühl hier zu Hause zu sein, ist auch der Herzlichkeit des Personals zu verdanken, weil jeder Angestellte sich ebenso wohlzufühlen scheint wie die Gäste. „Habe ich nicht ein großartiges Office!“, meint Kellner Mario strahlend, als er mir den Tee auf der stilvoll dekorierten Terrasse serviert und zeigt auf die Weinberge und umliegenden Bergketten, die von der untergehenden Sonne angestrahlt werden.

La Residence in Franschhoek, den wohl romantischten und ruhigsten Ort in den sogenannten Cape Winelands, war ebenfalls einst als Familiensitz der Bidens angedacht, bevor sie es dann in ihr Royal Portfolio eingegliedert haben. Der Tag beginnt hier mit dem Frühstück im Freien. Danach geht es weiter mit einem Besuch im Spa, Relaxen am Pool, einem Abstecher in die Bibliothek, einem Spaziergang durch den riesigen Park und einem leichten Lunch im Garten. Dazu kommen Ausflüge zu weltbekannten Weingütern oder zum Shopping in die Boutiquen und Galerien von Franschhoek, wohin es einen kostenlosen Transfer gibt. Am Abend spielt der italienische Pianist Alfio, ein langjähriger Freund des Hauses, auf dem Klavierflügel von Liz Bidens Schwester zum Aperitif.

Am Abend hat mich Edward Morton, viele Jahre General Manager im La Residence und inzwischen als enger Vertrauter der Bidens Ambassador für das gesamte Royal Portfolio, zum Dinner am Chefs Table eingeladen. Auf der Menükarte – mit Wachssiegel verschlossen – stehen Artischocken, Trüffelerbsen, Schwertfisch mit Zucchini, Fenchel und Safran gefolgt von geschmorten Rinderbäckchen mit Brokkoli und Gnocchi sowie eine Gourmetversion von Malva, dem traditionellen südafrikanischen Pudding mit Orangensorbet und weißer Schokolade. Dazu werden hervorragende Weine, die zum großen Teil aus der Region kommen, kredenzt. Edward erzählt, dass er Liz Biden oft auf Ihren Einkaufsreisen nach Indien oder Marokko begleitet und sich als Botschafter um die Gäste der Royal Portfolio Collection kümmert. Und er verrät: „Jedes Haus im Royal Portfolio trägt Liz Handschrift. Ihre Gäste sollen sich als Teil der Familie fühlen und unsere zahlreichen Stammgäste zeigen, dass ihr das gelungen ist.“ Als das Personal am nächsten Morgen bereitsteht, um mich herzlich zu verabschieden und mir noch einmal zuzuwinken, genieße ich das Gefühl, ab sofort auch ein Teil der Royal-Portfolio-Familie zu sein.

www.theroyalportfolio.com

Text: Claudia Bette-Wenngatz