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The Silo Hotel

GOOD TO GO: Eine Skyline-Ikone als Kunsttempel

Ein Hotel in ihrer Heimatstadt war für die Kapstädterin Liz Biden ein Herzenswunsch, auf dessen Erfüllung sie sehr lange warten musste. Nach den auch international anerkannten Erfolgen ihrer Lodges im afrikanischen Busch, an der Küste von Hermanus und in Franschhoek im Weinland war es nicht einfach, in der Millionenmetropole mit ihren zahlreichen Luxushotels das Richtige zu finden. Mit dem Silo kam dann ein Volltreffer, der so ganz anders ist als alle anderen Hotels im Royal Portfolio und dennoch perfekt dazupasst. Während die bereits existierenden Hotels der Bidens nach eigenen Plänen aus Ferienhäusern entstanden sind, bot das ikonische Gebäude eines historischen Getreidesilos aus dem Jahr 1921 die einmalige Chance, hier etwas ganz Besonderes zu kreieren. Mit sechs Stockwerken direkt über dem MOCCA, dem Zeitz Museum of Contempary Art Africa, gehört es nun seit 2017 zu den Architekturwahrzeichen Kapstadts direkt an der berühmten Victoria & Alfred Waterfront.

Bereits beim Betreten der Lobby wird mir angesichts der monumentalen Kunstwerke klar, dass die leidenschaftliche Kunstsammlerin Liz Biden hier einen ganz besonderen Ort für ihre Ideen gefunden hat. „Als wir die Chance bekamen, in diesem historischen Getreidesilo ein Hotel zu eröffnen, bot sich das als spannende Herausforderung an“, sagt Liz Biden. „Ich habe versucht, das strenge Äußere des Gebäudes mit warmen, lebhaften Stoffen, aufregenden Ornamenten und vor allem mit zeitgenössischer Kunst zu kontrastieren. Kunst ist immer ein wichtiger Teil in allen unseren Häusern. Aber im Silo habe ich ihr mit über 300 zeitgenössischen Werken afrikanischer Künstler aus unserer eigenen Sammlung einen ganz besonderen Rahmen gegeben. Schließlich erweckt Kunst jeden Raum erst richtig zum Leben.“ Auf Tour mit dem Art-Concierge: Wie in allen Häusern im Royal Portfolio gleicht auch im The Silo Hotel keines der 28 Zimmer dem anderen. Was das Kapstädter Boutique-Hotel neben dem fantasievoll-farbigen Design – inklusive handgefertigten Stoffen, Möbeln und Geschirr aus lokalen Töpfereien so spektakulär macht, ist auch die Architektur des Industriedesigners Thomas Heatherwick aus London. Sie macht mein Schlaf- und vor allem auch mein Badezimmer mit der großen frei stehenden Wanne zu einem Gesamtkunstwerk. Man möchte diese Suite schon allein wegen des Blickes auf die Skyline von Kapstadt inklusive Tafelberg eigentlich gar nicht verlassen – wären da nicht die zwei großartigen Restaurants The Granary Cafe und The Willaston Bar und vor allem auch die Open-Air-Dachterrasse mit Pool als unschlagbare Location für einen Sundowner.

Art-Concierge Michael, der vorher im Museum MOCAA gearbeitet hat, zeigt Hotelgästen seit zwei Jahren sehr kunstkundig und detailliert die hoteleigene Gemäldesammlung. Er fährt mit mir ins Basement, wo Liz Biden ihre eigene Galerie gleich neben der Tiefgarage plaziert hat. The Vault – der Tresor gilt mit zeitlich wechselnden Ausstellungen junger afrikanischer Künstler als Geheimtipp unter den Galerien Kapstadts. Liz Biden hat auch im The Silo ihre Handschrift unverkennbar hinterlassen. „Ich gehe von der Prämisse aus, dass jeder Raum anders sein muss. Der anschließende Designprozess wird dann durch etwas so Zufälliges wie ein Stück Stoff, einen Teppich oder ein Gemälde in Gang gesetzt. Im The Silo in der Willaston Bar war das ein Stück blaugrünes italienischemsLeder, mit dem die Barhocker bezogen werden sollten.“

Wer wissen will, was Liz Biden selbst gerne trägt, findet in der Boutique eine Kollektion farbenprächtiger Kleider und Accessoires, die es an Originalität spielend mit der Auswahl von Kapstadts Nobelgeschäften aufnehmen kann. Dazu kommen Accessoires, die man unbedingt mit nach Hause nehmen will, als kleinen Teil vom Royal Portfolio, in dem klassischer Glamour und moderner Komfort durch die Begabung von Liz Biden eine unschlagbare Verbindung eingehen.

www.theroyalportfolio.com

Text: Claudia Bette-Wenngatz