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„Sehr viele unserer Kunden sind schon pandemieerprobt.“

Risikofaktor Omikron. Wie kulant zeigen sich die Südafrika-Luxusreise-Veranstalter? Eine Krisenumfrage von CC VIP-Autorin-Susanne Freitag.

Die neue Coronavirus-Variante Omikron verhagelt den Veranstaltern das Südafrika-Geschäft. „Vor allem im Kurzfristbereich hatte die Nachfrage in den letzten Wochen stark zugenommen“, erklärt etwa Christian Böll, Geschäftsführer von Windrose Finest Travel. Ähnlich erging es edeltravel: „Botswana, Namibia und Südafrika haben gerade wieder richtig Fahrt aufgenommen, und es ging Schlag auf Schlag“, berichtet Geschäftsführer Till Brunecker. Viele der Reisen seien allerdings für 2022 geplant. Auch bei Dertour insgesamt und vor allem bei Dertour Deluxe hatte Südafrika einen erfreulichen Start in die Saison hingelegt, bestätigt auch Mike Lehmann, Director Dertour Deluxe. „Dabei hat sich unser breites Portfolio mit zahlreichen Luxus-Lodges und individuellen Produkten bewährt, welches den Wunsch unserer Kunden, exklusiv, separiert und möglichst nicht in – oder höchstens in sehr kleinen – Gruppen unterwegs zu sein, optimal bedient.“ Die Anbieter haben Reisen nach Südafrika abgesagt oder stellen den Kunden frei, diese wahrzunehmen. „Wir haben unsere Gäste mit Anreise bis einschließlich 15. Dezember 2021 aktiv über die Neueinstufung der Länder durch das Auswärtige Amt informiert“, so Böll. Für Gäste, die ihren Urlaub nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt antreten wollen, versuche man, eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Nach dem gleichen Prinzip behandle Windrose auch Absagen oder Umbuchungen für Namibia, Botswana, Mosambik, Simbabwe und Malawi. Reisen nach Ostafrika (Kenia, Tansania und Ruanda) führt der Veranstalter dagegen planmäßig durch. Auch edeltravel hat seinen Kunden die volle Entscheidungsfreiheit gegeben. „Wobei wir feststellen mussten, dass sehr viele bereits so pandemieerprobt sind, dass schnell und einfach umgebucht wurde oder bei vielen sogar durchgeführt wird“, staunt Brunecker. Die Kunden reisten ohne zu zögern in andere afrikanische Länder, die nicht als Virusvarianten gelten. Brunecker ist positiv gestimmt, dass sich das Thema Virusvariantengebiet schnell wieder einpendeln wird: „Ich schätze schnelle und konkrete Entscheidungen der Politik sehr, aber wenn sich herausstellt, dass es eine Art von ‚Fehlalarm‘ war, würden wir uns natürlich alle ebenso freuen, wenn es schnell wieder verändert wird.“ DERTouristik hat alle Reisen in die als Virusvariantengebiete erklärten Länder wie Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Botswana, Mosambik, Simbabwe und Malawi bis einschließlich 21. Dezember abgesagt. „Gäste, deren geplante Reise in diesen Zeitraum fällt, können kostenlos umbuchen oder stornieren“, sagt Lehmann. Flugpauschalreisegäste vor Ort könnten vorzeitig zurückfliegen, die Mehrkosten übernehme der Anbieter.